Umspannwerk Oldenburg-Süd wird von Grund auf saniert
EWE NETZ investiert 1,5 Mio. Euro in die Versorgungssicherheit
Oldenburg, 22. Juli 2010. Das Stromversorgungsnetz im südlichen Stadtbereich von Oldenburg und in der Gemeinde Wardenburg wird noch sicherer: Mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Mio. Euro saniert die EWE NETZ GmbH derzeit ihr Umspannwerk Oldenburg-Süd. Es erhält ein neues Betriebsgebäude mit Schaltanlage, und die gesamte Leitungsinfrastruktur einschließlich der Kommunikationstechnik wird modernisiert. Um die Stromversorgung auch während der Bauzeit aufrechtzuerhalten, sind aufwändige Provisorien geschaffen worden. Die im Mai 2010 begonnenen Bauarbeiten werden voraussichtlich im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein.
„Die alte Anlage ist 1970 in Betrieb gegangen und in die Jahre gekommen. Es wird immer schwieriger, Ersatzteile zu bekommen. Daher ist es notwendig, das Umspannwerk komplett zu sanieren", erklärt der verantwortliche Netzingenieur für die Region Oldenburg/Varel, Werner Herzberg. Die bisherigen Transformatoren werden wieder eingesetzt, so dass die elektrische Leistung des Umspannwerkes nicht erhöht wird. „Sie ist so ausgelegt, dass auch zukünftige zusätzliche Kapazitätsanforderungen bewältigt werden können – zum Beispiel durch Neubauten, neue Gewerbeansiedlungen oder durch die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energien", so Herzberg weiter.
In dem Umspannwerk wird der Strom aus dem Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH übernommen. Dabei wird die elektrische Spannung von 110 000 Volt auf 20 000 Volt reduziert und über eine Schaltanlage im Umspannwerk weiter verteilt. Über die Ortsnetze und weitere Transformatorenstationen fließt der Strom schließlich mit einer Spannung von 400 bzw. 230 Volt zu den Kunden. „Sollte es mal Störungen bei der Stromlieferung geben, können wir schnell handeln. Unsere Netze und Versorgungsanlagen sind so gebaut, dass der Strom aus verschiedenen Richtungen zugeschaltet werden kann", sagt Herzberg. „Das gilt auch für Umspannwerke. Wenn eines ausfallen würde, könnten wir den Strom aus den benachbarten Umspannwerken beziehen."
Mit den umfänglichen Sanierungsarbeiten hat EWE NETZ vor allem regionale Baufirmen beauftragt – so zum Beispiel die Firma Schröder & Sohn aus Oldenburg für die Hochbauarbeiten und die Firma Matthäi aus Westerstede für Fundament- und Erdarbeiten.
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