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Elektronische Zähler halten Einzug in Haushalte

Seit Anfang 2010 setzt EWE NETZ bei Neubauten und umfassend sanierten bzw. renovierten Gebäuden elektronische Zähler ein. EWE NETZ erfüllt damit eine gesetzliche Pflicht. Der aktuell eingesetzte Zähler ist ein Basiszähler, der die Voraussetzungen für ergänzende Produkte schafft. Der Basiszähler erfasst und zeigt den Energiebezug sowie die momentan bezogene Leistung. Geräte, die bereits für zwei Energierichtungen konfektioniert sind, zeigen auch die Einspeiseleistung und -menge der angeschlossenen Energieerzeugungsanlagen, etwa einer Fotovoltaikanlage.

Kunden, die für ihr Gebäude das nicht neu oder umfassend saniert ist, den Einbau eines elektronischen Zählers wünschen, erhalten diesen gegen ein einmaliges Einrichtungsentgelt. Mit dem Anmeldeformular „Zählerwechsel auf Kundenwunsch“ im Downloadbaustein auf dieser Seite kann der Zählertausch beauftragt werden. Das Formular enthält auch die Informationen über die Preise und Bedingungen.

EWE NETZ testet seit Ende September elektronische Zähler

Elektronische Zähler halten Einzug in die Haushalte. Ab 2010 sind Netzbetreiber verpflichtet, in allen Neubauten und umfassend sanierten Gebäude elektronische Strom- und Gaszähler einzubauen, die den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln.

EWE NETZ bereitet sich mit einem Feldtest auf diesen Technologiewandel vor. Zunächst erhalten ca. 1.000 Netzkunden im Raum Oldenburg, Varel und Westerstede einen elektronischen Strom- und einen elektronischen Gaszähler. Der Test läuft parallel zur Einführung der Zähler bis zum Jahresende 2010, um ausreichend Erfahrungen mit den ausgewählten Technologien zu machen.

EWE NETZ wird überprüfen, ob die vorbereiteten technischen und systemseitigen Prozesse im Massengeschäft reibungslos funktionieren. Zudem sammeln die Mitarbeiter Erfahrungen beim Einbau und mit dem Betrieb der Geräte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Kommunikationstechnik. Dabei werden zwei Übermittlungsszenarien geprüft: Die Übermittlung der Messdaten über die Stromleitung mit der PLC-Technologie (Powerline Communication) und die Übermittlung per GPRS (General Radio Packet Service). Die jeweils gewählte Übermittlungstechnik richtet sich dabei nach der zugrunde liegenden Besiedlungsstruktur und der sich daraus ergebenden Konzentration von Messstellen. Zunächst startet EWE NETZ mit der GPRS-Technik.

Smart Meter

Elektronische Zähler, auch unter dem Begriff Smart Meter bekannt, sind bisher mit vergleichbarer Technik vorrangig bei Gewerbe- und Industriekunden mit energieintensiver Produktion im Einsatz. Der besondere Vorteil der elektronischen Zähler ist, dass sie mit Kommunikationsmodulen ausgerüstet werden können, wodurch eine zyklische Übermittlung ihrer Messdaten ermöglicht wird. Bei dieser Zählertechnologie wird auch darauf geachtet, dass der Anschlussnutzer die Leistung seiner Kundenanlage auf dem Zähler ablesen kann. Diese Leistungsmerkmale sind Voraussetzung, um verschiedene Entwicklungen im Energiemarkt voranzubringen. So müssen künftig unterschiedliche Tarife abgebildet und Zählerdaten häufiger ausgelesen und abgerechnet werden können.

Was können die Zähler?

Die von EWE NETZ getesteten elektronischen Zähler zeigen über ihr Anzeigefeld grundsätzlich den aktuellen Zählerstand an, wie es zuvor der elektromechanische Zähler auch tat. Darüber hinaus sind die Elektrizitätszähler in der Lage, einen Lastgang aufzuzeichnen, der den tatsächlichen Energiebezug über den Tag erfasst. Bei entsprechenden Verträgen können die Energiewerte bis zu sechs Tarifzeiten zugeordnet werden. Die viertelstündlich gemessenen Strom- und die stündlich gemessenen Gasverbrauchsdaten werden für die Dauer des Tests in der Kommunikationseinheit des Stromzählers gespeichert. In festgelegten Abständen überträgt dieses Kommunikationsmodul die Messdaten an ein Zählwerterfassungssystem (AMM – Automated Meter Management).

Ziele und Perspektiven

Energiesparen und Energieeffizienz sind die Herausforderungen der Zukunft, auch im Haushalt und im privaten Umfeld. Ziel der Umstellung auf elektronische Zähler ist der Wunsch, dass die Kunden ihren Energieverbrauch bewusster wahrnehmen und so ihr Verbrauchsverhalten beeinflussen können. Zugleich bilden die elektronischen Zähler eine Basiskomponente für den Aufbau intelligenter Stromnetze, die in der Zukunft die dezentrale Energieversorgung sichern helfen. Wie das praktisch erfolgen kann, wird derzeit bundesweit in sechs so genannten eEnergie-Projekten mit einer Laufzeit von ca. zwei Jahren getestet.

Weiterführende Informationen

Übertragungstechnologien für Zählerdaten

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