Porträt der Trinkwasserversorgung in Bremervörde
Wasserversorgung in Bremervörde
Die Bremervörder Bürger bezogen noch bis zum November 1906 ihr Trinkwasser aus ihren eigenen Brunnen vor dem Haus, aus öffentlichen Brunnen oder aus nahe gelegenen Gewässern. Diese Wasserquellen lösten nicht selten Typhuserkrankungen aus. Das sollte sich durch den Bau der zentralen Wasserversorgung, die regelmäßigen chemischen Kontrollen unterlag, ändern.
Das Wasserwerk, dessen Wahrzeichen der Bremervörder Wasserturm werden sollte, entstand auf dem Gelände der Stadtwerke. Das Wasser stammte aus vier Brunnen und wurde vom 1. November 1906 an über ein etwa sechs Kilometer langes Leitungsnetz an die Bremervörder Haushalte verteilt. Dieses Netz wuchs im Laufe der Jahre dem steigenden Bedarf entsprechend und umfasst heute knapp 80 Kilometer.
Bis 1961 wurde das Wasser aus den eigenen Brunnen gefördert. Während die Stadtwerke und ihre Trinkwasserbrunnen damals aus hygienischen Gründen bewusst außerhalb der Stadt angesiedelt wurden, machte die zunehmende Nachkriegsbebauung das Gelände mehr und mehr zum Stadtgebiet und die Behörden misstrauisch im Hinblick auf die Wasserqualität.
Doch die Stadt zögerte aus Kostengründen lange, einen neuen, außerstädtischen Standort für das Wasserwerk zu suchen. Außerdem sorgte zu diesem Zeitpunkt bereits der extra gegründete Wasserversorgungsverband Bremervörde für die Wasserversorgung des flachen Landes. So stellten die Stadtwerke Bremervörde die städtische Eigenversorgung mit Trinkwasser 1961 ein und bezogen ihr Wasser seitdem vom Wasserversorgungsverband Bremervörde.
Durch die Verschmelzung der Stadtwerke Bremervörde auf die Oldenburger EWE AG übernahm diese auch die Wasserversorgung im Kerngebiet der Stadt Bremervörde. EWE bezieht das Wasser weiterhin vom Wasserversorgungsverband Bremervörde.
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