Wasserturm OL EWE Netz

Wasserwerk Oldenburg

Seit über 100 Jahren gibt es in Oldenburg eine zentrale Trinkwasserversorgung. Hier betreiben wir die Wasserwerke Donnerschwee, Alexandersfeld und Sandkrug.
Unsere Stadt war schon immer flüssig.

Im November 1896 fiel im Wasserwerk Donnerschwee der Startschuss für die erste Wasserabgabe. Heute versorgen drei Wasserwerke mit 45 Brunnen die rund 160.000 Einwohner der Stadt Oldenburg. Die Rohwassergewinnung dafür erfolgt ausschließlich aus Grundwasser, das aus diesen Brunnen gewonnen wird. Damit das Trinkwasser zu Ihnen kommen kann, betreiben wir ein Transport- und Verteilleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von 835 Kilometern. In allen Wasserwerken und Reinwasserbehältern kann insgesamt ein Volumen von rund 13.200 Kubikmetern Trinkwasser gespeichert werden. Der jährliche Trinkwasserverbrauch der Stadt Oldenburg im Jahr 2014 betrug rund neun Millionen Kubikmeter.
Eigentümer der Trinkwassernetze ist die Verkehr und Wasser GmbH, VWG, die EWE NETZ mit der Betriebsführung beauftragt hat.

Das Wasserwerk Donnerschwee

Das Wasserwerk Donnerschwee wurde am 13. November 1896 als erstes Oldenburger Wasserwerk in Betrieb genommen. Damals besaß es elf Rohrbrunnen mit einer Tiefe von jeweils 21 Metern sowie zwei Plungerpumpen, mit einer Förderleistung von 62,7 Kubikmetern pro Stunde. Diese füllten den 500 Kubikmeter großen Speicher des Wasserturms auf. Im Lauf der Jahre wurde das Werk dem technischen Fortschritt und der wachsenden Bevölkerung angepasst. Im Jahr 1985 modernisierte EWE im Auftrag der Eigentümer das Werk komplett und stattete es mit einem Reinwasserbehälter mit 4.000 Kubikmetern Speicherkapazität aus. Seit 1991 ist das Wasserwerk Donnerschwee auf den computergesteuerten Betrieb umgestellt. 1993 wurde sein Wasserturm grundlegend saniert.

Seine Technik 

Hier erfahren Sie, wofür welche Technik im Wasserwerk Donnerschwee eingesetzt wird.

Wassergewinnung und -förderung

In der Wassergewinnung werden heute neun Vertikalfilterbrunnen mit einer durchschnittlichen Einbautiefe der Pumpen von 25 Metern und einer maximalen Gesamttiefe von rund 51 Metern betrieben. Die maximale Tagesfördermenge beträgt 5.500 Kubikmeter.

Wasseraufbereitung

Das Rohwasser wird zuerst über einen Riesler geleitet, um es mit Sauerstoff anzureichern und Kohlensäure auszutreiben. Danach gelangt es in drei offene Filterbecken, wo es von Eisen und Mangan befreit wird. Weitere Aufbereitungsschritte sind aufgrund der guten Qualität des Rohwassers nicht nötig. Die Aufbereitungskapazität in Donnerschwee beträgt 400 Kubikmeter pro Stunde. Sein Reinwasser liegt mit einem durchschnittlichen Wert von 12° dH im mittelhartem Bereich.

Speicher

In Donnerschwee steht zur Wasserspeicherung ein Trinkwasserbehälter mit 4.000 Kubikmetern Kapazität zur Verfügung. Zusätzlich existiert ein Wasserturm, der mit seinem 500 Kubikmeter-Speicher heute noch als Regelgröße für das Wasserwerk Donnerschee und als Puffer gegen Druckschwankungen im Netz dient.

Das Wasserwerk Alexandersfeld

Das Wasserwerk Alexanderfeld wurde im April des Jahres 1936 in Betrieb genommen. Es wurde 1948 und 1975 jeweils vergrößert, um den steigenden Wasserverbrauch der Stadt Oldenburg decken zu können. Bei der zweiten Vergrößerung wurde die Wasseraufbereitung des Werkes grundlegend saniert.

Seine Technik

Hier erfahren Sie, wofür welche Technik im Wasserwerk Alexandersfeld eingesetzt wird.

Wassergewinnung

Im Wasserwerk Alexandersfeld wird das Grundwasser mittels 15 Vertikalfilterbrunnen gewonnen, die durchschnittlich 50 Meter tief sind. Das Werk kann damit maximal 8.000 Kubikmeter pro Tag fördern.

Aufbereitung

Das Wasser wird in einem geschlossenen Oxidator zuerst mit Sauerstoff belüftet. Im nächsten Schritt erfolgt eine geschlossene Eisen- und Manganfiltration. Anschließend wird in einem Riesler die Kohlensäure aus dem Wasser getrieben. Zu guter Letzt durchläuft das Wasser eine offene Filterstufe, die das Mangan entfernt. Die Aufbereitungskapazität beträgt 600 Kubikmeter pro Stunde und die durchschnittliche Wasserhärte 12°dH. Das entspricht dem mittleren Härtebereich.

Speicher

Nach der Aufbereitung können im Wasserwerk Alexandersfeld 4.250 Kubikmeter Trinkwasser gespeichert werden.

Das Wasserwerk Sandkrug

Das Wasserwerk Sandkrug nahm im Januar 1963 seinen Betrieb auf. Es ist seither das größte der drei Oldenburger Wasserwerke und wurde ursprünglich gebaut, um die beständig wachsende Stadt Oldenburg mit Trinkwasser zu versorgen. In den Jahren 1969 und 1982 wurde es jeweils um drei Filter erweitert, um die steigenden Wasserkapazitäten bewältigen zu können.

Seine Technik

Hier erfahren Sie, wofür welche Technik im Wasserwerk Sandkrug eingesetzt wird.

Wassergewinnung

Im Wasserwerk Sandkrug werden für die Wassergewinnung insgesamt 19 Vertikalfilterbrunnen eingesetzt, die täglich maximal 28.000 Kubikmetern fördern können.

Aufbereitung

Die Wasseraufbereitung im Werk Sandkrug beginnt mit einer Verdüsungsanlage, in welcher das Rohwasser belüftet und Kohlensäure ausgetrieben wird. In der Folge sorgen Filterbecken für den Entzug von Eisen und Mangan. Die Aufbereitungskapazität dieses Werks liegt bei 1.200 Kubikmetern pro Stunde. Das Wasser aus Sandkrug ist besonders weich – es hat nach der Aufbereitung einen Härtegrad von 6°dH.

Speicher

Zur Trinkwasserspeicherung steht an diesem Standort eine Kapazität von 4.500 Kubikmetern zu Verfügung.