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04.12.2017

Erster Schiffsliegeplatz im Cuxhavener Offshorehafen künftig aus dem öffentlichen Stromnetz versorgt

Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz
Oldenburg, 4. Dezember 2017. Heute begehen die Projektpartner – Gesellschaft für Hafeninfrastruktur Niedersachsen Ports, NPorts, EWE NETZ und Siemens gemeinsam die Baustelle für den Landstromanschluss am Liegeplatz 9.3 im Offshore-Hafen, östlich Baumrönne, von Cuxhaven. EWE NETZ errichtet im Auftrag von NPorts, einen Anschluss an das öffentliche 20-kV-Stromnetz direkt an der Kaimauer. Es ist nach Angaben von NPorts der erste Landanschluss für die Frachtschifffahrt in Niedersachsen. „Wir freuen uns über diesen besonderen Auftrag und begrüßen die Entscheidung, den Liegeplatz mit einem Landanschluss auszustatten“, erklärt EWE NETZ-Geschäftsführer Jörn Machheit.

Zum Landstromanschluss gehört eine Konverterstation. Sie ist in einem Gebäude untergebracht, das etwas größer als eine Fertiggarage ist. Herzstück der Station ist der Konverter, der den Wechselstrom aus dem öffentlichen Netz (400V/50 Hz) in Schiffstrom (440V/60 Hz) umwandelt. Schalt- und Steuertechnik ergänzt die hochmoderne Anlage. „Wir arbeiten bei der Ausstattung der Konverterstation eng mit Siemens zusammen“, berichtet Torsten Wüstenberg, Leiter der Netzregion Cuxhaven/Delmenhorst von EWE NETZ, dessen Team das Bauprojekt vor Ort betreut.

Von der Elbe her gut sichtbar sein wird die acht Meter hohe Kabelzuführung. Über ein Rollensystem werden dabei drei armdicke Kabel mit den Steckern zum Schiff geführt. Das System gleicht durch ständiges Nachführen einen Tiedenhub bis zu fünf Metern automatisch aus.

Ab März 2018 steht der Landanschluss mit einer Leistung von maximal 630 KW bereit. Während der Liegezeit benötigen die Schiffe etwa so viel Strom wie ein mittlerer Industriebetrieb. Werden die Schiffe mit Strom aus dem öffentlichen Netz versorgt, entfällt die bordeigene Energieerzeugung mit Diesel oder Schweröl. „Die Landstromversorgung für die Schiffe ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, denn die Schiffe sind als Quelle von Luftschadstoffen derzeit in der Kritik“, so Torsten Wüstenberg.