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14.12.2017

Neuer Transformator erreicht Umspannwerk Hohenkirchen

Mehr Leistung für neue Windparks benötigt
Oldenburg/Hohenkirchen, 14. Dezember 2017. 36 Meter lang und 151 Tonnen schwer ist der Lkw, der in der vergangenen Nacht von der A 29 Richtung Wilhelmshaven, über die B210 und L812 rollte. Er brachte den neuen Transformator für das Umspannwerk des regionalen Netzbetreibers EWE NETZ aus dem Werk in Mönchengladbach in die Bismarckstraße. Die Transportprofis hatten die Strecke, die der Schwertransport zurücklegen muss, zuvor genau inspiziert und mögliche Hindernisse wie Straßenschilder und Leitpfosten beseitigt, so dass der Koloss im Schritttempo ungehindert hindurch kam. Die Polizei hat den Schwertransport begleitet. Schwertransporte dieser Länge dürfen nur mit einer Sondergenehmigung in den Nachtstunden fahren und müssen ihr Ziel bis 5 Uhr morgens erreicht haben.

Am Freitag ziehen die Experten von EWE NETZ den Trafo in den frühen Morgenstunden mit Hilfe von Seilzügen auf Schienen auf das neue Fundament im Umspannwerk. „Wir haben die Fundamente wegen des Kleibodens hier mit 25 Meter langen Betonpfählen gegründet“, erklärt Volker Eilers, Projektleiter bei EWE NETZ. Im Februar 2018 soll der zusätzliche Transformator in Betrieb gehen.

Der regionale Netzbetreiber EWE NETZ erweitert das Umspannwerk in Hohenkirchen, das das Mittelspannungsnetz von EWE NETZ mit dem Hochspannungsnetz der Avacon AG, Helmstedt, verbindet, um einen zweiten Transformator. „Zum vorhandenen Windpark Bassens mit einer Leistung von 30 MW gehen dann in Kürze die neuen Windparks Tettens, Waddewarden und Hohenkirchen mit einer zusätzlichen Leistung von 40 MW ans Netz. Das sind also 70 MW zusätzliche Windleistung am UW Hohenkirchen. Dafür brauchen wir die größere Leistung“, erklärt Thorsten Wieting, Leiter der Netzregion Oldenburg/Varel von EWE NETZ. Für den neuen Transformator waren auch die Hoch- und Mittelspannungsschaltanlage anzupassen und die Rundsteuertechnik zu erneuern.

Über das Umspannwerk Hohenkirchen wird die Gemeinde Wangerland mit Strom versorgt. Die Netzleitstelle von EWE NETZ in Oldenburg steuert und fernüberwacht das Umspannwerk. Neben den drei neuen Windparks sind diverse Photovoltaik- und Biogasanlagen angeschlossen, die erneuerbaren Strom direkt ins Netz einspeisen.

EWE NETZ ist Vorreiter bei Energiewende
„Mittlerweile stammen über 80 Prozent des in unseren Netzen transportierten Stroms aus erneuerbaren Energien. Vor dem Hintergrund der Energiewende wird dieser Anteil vermutlich weiter zunehmen“, erklärt Thorsten Wieting.

EWE NETZ investiert im Umspannwerk Hohenkirchen rund 1,2 Mio. Euro.