Flexibilitätsmanagement

Für ein stabiles Stromnetz

Windpark aus der Vogelperspektive mit mehreren Windenergieanlagen in einer landwirtschaftlich genutzten Landschaft
Netzkapazitäten effizient nutzen

Immer mehr Haushalte und Unternehmen setzen auf klimafreundliche Technologien wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge. Dadurch steigt die Anzahl der Anlagen, die an das Stromnetz angeschlossen werden, und die Anforderungen an die Energieinfrastruktur verändern sich. 

Um das Stromnetz auch künftig zuverlässig und leistungsfähig zu halten, setzen Netzbetreiber auf verschiedene Maßnahmen des Flexibilitätsmanagements. Diese helfen dabei, Netzengpässe zu vermeiden, vorhandene Netzkapazitäten effizient zu nutzen und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. 

Die einzelnen Instrumente ergänzen sich dabei gegenseitig und kommen abhängig von der jeweiligen Netzsituation und Auslastung des Stromnetzes zum Einsatz.

Drei Szenarien
Grafik zum Thema Flexibilitätsmanagement

Hoher Stromverbrauch

Wenn viele Geräte gleichzeitig Strom verbrauchen und zugleich nur wenig Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort erzeugt wird, kann das Stromnetz zeitweise stärker belastet sein.

In solchen Situationen kann die Leistung bestimmter steuerbarer Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a EnWG vorübergehend angepasst werden. Dazu zählen beispielsweise Wärmepumpen, Wallboxen oder Batteriespeicher.

Wichtig für Sie: Die Stromversorgung bleibt jederzeit sichergestellt.

Die Leistung der betroffenen Anlagen wird lediglich für einen begrenzten Zeitraum reduziert. Eine vollständige Abschaltung erfolgt nicht. Ihr übriger Haushaltsstrom steht weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung.

Grafik zum Thema Flexibilitätsmanagement

Hohe Stromeinspeisung

Wenn große Mengen Strom aus erneuerbaren Energien gleichzeitig in das Stromnetz eingespeist werden, kann die Auslastung einzelner Netzbereiche zeitweise stark ansteigen. Um Netzengpässe zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, setzen Netzbetreiber das Instrument Redispatch 2.0 ein.

Dabei wird die Einspeiseleistung ausgewählter Erzeugungsanlagen vorübergehend angepasst. So kann das Stromnetz auch bei hohen Einspeisemengen sicher und stabil betrieben werden.

Redispatch 2.0 ist ein wichtiger Baustein für die Integration erneuerbarer Energien und unterstützt die effiziente Nutzung der vorhandenen Netzkapazitäten.

Grafik zum Thema Flexibilitätsmanagement

Flexibilitätsmanagement für ein stabiles Stromnetz


Flexibilitätsmanagement hilft dabei, Stromerzeugung und Stromverbrauch an die verfügbaren Netzkapazitäten anzupassen. So können Netzengpässe reduziert und bestehende Infrastrukturen effizient genutzt werden.

Auf diese Weise trägt Flexibilitätsmanagement dazu bei, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Stromnetz auch bei steigenden Anforderungen zuverlässig und leistungsfähig zu halten.

Instrumente für ein stabiles Stromnetz

Redispatch 2.0

Redispatch 2.0 hilft dabei, Netzengpässe zu vermeiden und die sichere Stromversorgung auch bei hohen Einspeisemengen aus erneuerbaren Energien aufrechtzuerhalten.

Steuerbare Verbrauchs­einrichtungen

Bei hoher Netzauslastung kann die Leistung bestimmter steuerbarer Verbrauchseinrichtungen, z. B Wärmepumpen und Wallboxen, vorübergehend angepasst werden.

Steuerbarkeitscheck

Dass steuerbare Anlagen technisch erreichbar und im Bedarfsfall fernsteuerbar sind, schafft die Voraussetzung für den zuverlässigen Einsatz von Flexibilitätsmaßnahmen.

Limitierte Vermarktung

Die limitierte Vermarktung kommt in bestimmten Netzsituationen und Netzgebieten zum Einsatz, um die vorhandenen Netzkapazitäten möglichst effizient zu nutzen. Mehr Infos lesen Sie hier in Kürze.

StromGedacht-App

Die StromGedacht-App zeigt transparent an, wann die Netzbelastung besonders hoch oder niedrig ist – und unterstützt so einen bewussten Umgang mit Energie.