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Direktvermarktung von Strom

Die Betreiber von neuen Einspeiseanlagen mit einer installierten Leistung von über 100 Kilowatt müssen den ins Netz eingespeisten Strom direkt vermarkten. In der geförderten Direktvermarktung bedeutet dies, dass der Anlagenbetreiber den Strom üblicherweise von einem Direktvermarktungsunternehmen über die Börse verkaufen lässt. Hierfür ist es erforderlich, dass die Anlage dem Bilanzkreis des Direktvermarktungsunternehmens zugeordnet ist.

Als zusätzlicher Erlös zum Stromverkauf wird die EEG-Förderung von EWE NETZ ausgezahlt. Je Technologie wird hierzu berechnet, welche Erlöse durchschnittlich an der Börse erzielt wurden. Die Differenz zur garantierten Fördersumme wird dann als sogenannte Marktprämie ausgezahlt. Somit ist sichergestellt, dass die Förderhöhe für den Anlagenbetreiber gewährleistet ist – lediglich die Zusammensetzung aus Stromverkauf an der Börse und ergänzender Förderung variiert von Monat zu Monat. Wenn die Anlage flexibel zu den Preissignalen der Börse betrieben wird, können auch zusätzliche Einkünfte erzielt werden.

Die Teilnahme an der Direktvermarktung ist an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden. Darüber hinaus sind technische Voraussetzungen zu erfüllen. Neben dem Netzbetreiber muss auch das Direktvermarktungsunternehmen die Anlage ferngesteuert regeln, so dass sie auf Börsen-Preissignale reagieren kann.

Bei Neuinbetriebnahmen sind die Anmeldungen per Excelformular an die Adresse Einspeisermeldung@ewe-netz.de zu senden.
Seit dem 1. August 2014 wird durch das EEG 2014 §§ 35 und 36 gefordert, das Anlagen die für die geförderten Direktvermarktung angemeldet werden, eine Fernsteuerbarkeit durch den Vermarkter gewährleistet ist.
Die Fernsteuerbarkeit nach § 36 EEG 2014 ist für Neuanlagen bis zum zweiten Monat nach Inbetriebnahme der Anlage nachzuweisen (§ 35 EEG 2014).
Als Nachweis nutzen Sie bitte das Formular "Erklärung zur Fernsteuerbarkeit nach §36 EEG 2014 zur Erfüllung der Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung der Marktprämie.
Beachten Sie bitte vor der Anmeldung zur Direktvermarktung, ob folgende Punkte erfüllt werden:
Die Anlage ist mit einer technischen Einrichtung im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 (EEG 2014) ausgestattet, mit der der Netzbetreiber jederzeit

1. die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und 
2. die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

Ihr Kontaktdatenblatt mit edifact-Adresse für die 1:1 Marktkommunikation liegt der Anmeldung bei.
Die Zuordnungsermächtigung für den angegebenen Bilanzkreis ist vorhanden und liegt der Anmeldung bei.