Anlage und Netz machen gemeinsame Sache

Ihre Erzeugungsanlage und unser Netz machen künftig gemeinsame Sache. Und damit das alles perfekt läuft, stimmen wir mit Ihnen zusammen alles aufeinander ab. Mit einem sogenannten Messkonzept bringen wir Ihre Technik, Ihren Bedarf und den gesetzlichen Rahmen in Einklang.
Diese Messkonzepte sind grundsätzlich für Erzeugungsanlagen vorgesehen, die nach dem 1. Januar 2021 neu errichtet oder erweitert werden. Eine Anlagenerweiterung bzw. ein Wechsel des Messkonzeptes ist unter Umständen mit Änderungen der Messeinrichtungen verbunden und rechtzeitig mit uns abzustimmen. Da das EEG/KWK-G keine expliziten Vorgaben für Messkonzepte macht, kann keine Gewähr für deren Richtigkeit übernommen werden.
Für das passende Messkonzept schauen wir uns Ihre Situation genau an:
Planen Sie eine Überschuss- oder eine Volleinspeisung?
Welche Anlage nutzen Sie – z. B. Photovoltaik oder Blockheizkraftwerk?
Brauchen Sie einen Mittel- oder Niederspannungsanschluss?
An welche technischen, kaufmännischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ist Ihre Anlage gebunden?
Es folgen Antworten auf die meistgestellten Fragen rund um Messkonzepte
Rahmenbedingungen
Für Ihre Erzeugungsanlage ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben wie beispielsweise EEG und KWK-G ein Erzeugungszähler notwendig, wenn:
- Ihre Photovoltaik-Anlage zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.12.2011 in Betrieb genommen wurde und Sie eine Vergütung für Ihre Eigenversorgung erhalten.
- Ihre Photovoltaik-Anlage mit einer installierten Leistung größer 10 kW und einer Inbetriebnahme zwischen dem 01.04.2012 und dem 31.07.2014 unter das Marktintegrationsmodell fällt. Außerdem wichtig: Kombinieren Sie eine Photovoltaik-Anlage, die unter das Marktintegrationsmodell fällt, mit weiteren Erzeugungsanlagen in Überschusseinspeisung, die nicht unter das Marktintegrationsmodell fallen, ist ein zusätzlicher Abgrenzungszähler zwischen den Erzeugungsanlagen erforderlich (siehe Messkonzept Kaskadenschaltung).
- Sie eine KWK-Anlage mit einer installierten Leistung größer 2 kW betreiben und den KWK-Zuschlag für die erzeugte Energie in Anspruch nehmen.
Sie möchten auf jeden Fall einen eigenen Zähler für Ihre Erzeugungsanlage nutzen? Sie möchten erfahren, welche Art von Zähler Sie erhalten? Gerne – sprechen Sie uns dazu einfach an.
Für die gesetzeskonforme Abrechnung und Bilanzierung Ihrer Erzeugungsanlage ist je nach eingesetzter Messtechnik und den rechtlichen Anforderungen ein bestimmtes Messverfahren anzuwenden:
| Keine Angabe | konventionelle Messeinrichtung (kME) |
moderne Messeinrichtung (mME) |
intelligentes Messsystem (iMS) |
|---|---|---|---|
| Ausspeisung ≤6.000 kWh/a | Zählerstand | Zählerstand | Zählerstand |
|
6.000 kWh/a <Ausspeisung ≤100.000 kWh/a |
Zählerstand | Zählerstand* | Zählerstandsgang |
| Ausspeisung ≤ 100.000 kWh/a | Zählerstand | Zählerstand | Zählerstandsgang |
| Ausspeisung > 100.000 kWh/a | Lastgang | - | Zählerstandsgang |
| Mittelspannungsanschluss | Lastgang | - | Zählerstandsgang |
| Inst. Leistung ≤ 7 kW | Zählerstand | Zählerstand | Zählerstandsgang |
|
7 kW < Inst. Leistung ≤ 100kW |
Zählerstand | Zählerstand* | Zählerstandsgang |
| Inst. Leistung > 100 kW | Lastgang | - | Zählerstandsgang |
- Konventionelle Messeinrichtung (kME)
- Moderne Messeinrichtung (mME)
- Intelligentes Messsystem (iMS)
Ausspeisung ≤ 6.000 kWh/a
- kME: Zählerstand
- mME: Zählerstand
- iMS: Zählerstand
Ausspeisung > 6.000 kWh/a bis < 100.000 kWh/a
- kME: Zählerstand
- mME: Zählerstand
- iMS: Zählerstandsgang
Ausspeisung ≤ 100.000 kWh/a
- kME: Zählerstand
- mME: Zählerstand
- iMS: Zählerstandsgang
Ausspeisung > 100.000 kWh/a
- kME: Lastgang
- mME: -
- iMS: Zählerstandsgang
Mittelspannungsanschluss
- kME: Lastgang
- mME: -
- iMS: Zählerstandsgang
Installierte Leistung ≤ 7 kW
- kME: Zählerstand
- mME: Zählerstand
- iMS: Zählerstandsgang
7 kW < Inst. Leistung ≤ 7 kW 100kW
- kME: Zählerstand
- mME: Zählerstand
- iMS: Zählerstandsgang
Instl. Leistung > 100 kW
- kME: Lastgang
- mME: -
- iMS: Zählerstandsgang















