Windräder Unwetter EWE Netz

Einspeisemanagement

Wenn durch Wetter oder Technik zu viel erneuerbare Energie in unser Netz fließt, muss diese geregelt werden.
Wenn Energie ein Management braucht.

Unsere Stromnetze sind darauf ausgelegt, jederzeit dezentral erzeugten Strom aufzunehmen. Aktuell wächst jedoch die Zahl der Erzeugungsanlagen schneller, als wir unser Netz für einen größeren Energietransport ausbauen können. Wenn dann windstarkes oder sonnenreiches Wetter oder technische Umstände für sehr viel erneuerbare Energie sorgen, kann manchmal punktuell schlicht zu viel davon ins Netz drängen. In einem solchen Fall hat der Gesetzgeber EWE NETZ ausnahmsweise berechtigt, den Strom zu regeln, der mit einer Leistung von über 100 Kilowatt aus Erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Dies jedoch nur dann, wenn durch diesen Strom die Netzkapazität im jeweiligen Netzbereich überlastet wäre. 
Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie unter 100 kW werden, nachrangig gegenüber den übrigen Anlagen, ebenfalls geregelt. Für Anlagen die vor dem 01.01.2012 in Betrieb gegangen sind, können abweichende Übergangsvorschriften gelten. Im Falle eines solchen Einspeisemanagements, steht den davon betroffenen Anlagenbetreibern eine Entschädigung für entgangene Einspeisevergütungen zu.

Unser Stromnetz ist Teil des gesamtdeutschen Stromnetzes, das wiederum in einen europäischen Stromverbund integriert ist. Innerhalb des Stromnetzes von EWE NETZ auftretende Engpässe regulieren wir technisch und kaufmännisch.

Die vorgelagerten Hoch- und Höchstspannungsnetze betreiben die Avacon AG sowie die TenneT TSO GmbH. Kommt es zu Engpässen in vorgelagerten Netzen, können diese Netzbetreiber verlangen, dass EWE NETZ die dezentralen Erzeugungsanlagen in ihrem Netz ebenfalls mit in die Einspeisemanagementmaßnahme einbezieht.

Hier kann es zu Engpässen kommen.

In einzelnen Regionen unseres Netzgebietes kommt es zu zeitlich befristeten Engpässen, wenn Anlagen zur Stromerzeugung eher an das Stromnetz angeschlossen sind, als die erforderlichen Arbeiten zum Netzausbau abgeschlossen werden konnten. Damit erreichen einzelne technische Anlagen unter bestimmten Bedingungen ihre Leistungsgrenze. Wir weisen für die Zukunft folgende Netzengpässe aus. Die Anlagen in diesem Netzbereich werden zum Schutz des Netzes in ihrer Einspeiseleistung gedrosselt, wenn die Funktion der Netzkomponente etwa durch hohes Einspeiseaufkommen gefährdet ist.

Region

Engpass

Maßnahmen zur Engpassbeseitigung

Umsetzung bis

UW Damsum
T121 Ertüchtigung des Umspannwerks
4. Quartal 2017
UW Holdorf
T121
Ertüchtigung des Umspannwerks 4. Quartal 2017

Die Abkürzung UW steht hier für das Umspannwerk. Im Umspannwerk wird die 110kV Hochspannung zur 20kV Mittelspannung transformiert. Derzeit betreffen alle Netzengpässe das Betriebsmittel Transformator selbst, sodass es in der Regel zu einem Austausch, einem Zubau oder einer sonstigen kapazitätserweiternden Maßnahme kommt, um den bestehenden Engpass aufzulösen.

Entschädigungspflicht aufgrund des Einspeisemanagements 

Von Einspeisemanagementmaßnahmen betroffenen Anlagenbetreibern steht eine Entschädigung zu. Seit dem 1. August 2014 begleicht nur noch EWE NETZ als Anschlussnetzbetreiber diese Entschädigungen, auch wenn die Maßnahme von vorgelagerten Netzbetreibern veranlasst wurde.

Allgemeine Informationen zu den Berechnungsverfahren finden Sie in der jeweils aktuellen Version des Leitfadens der Bundesnetzagentur. Außerdem weisen wir auf Berechnungstools von Avacon und Tennet TSO hin, mit deren Hilfe Anlagenbetreiber die Höhe der Entschädigungszahlungen ermitteln können.

Rechnungen sollten so gestellt werden, dass sie alle Maßnahmen eines Zeitraums – z. B. eines Quartals – abdecken. Entschädigungsrechnungen zum Einspeisemanagement richten Sie bitte an die Gruppe Netzvertrieb/Erneuerbare Energien an unsere zentrale Adresse.

Vorbehalt: Aus den obigen Darstellungen lassen sich keine rechtlichen Ansprüche ableiten. Die Auszahlung des Entschädigungsbetrages erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die hierfür erforderlichen Voraussetzungen gemäß EEG bzw. KWK-G vorliegen. EWE NETZ behält sich weiterhin vor, Änderungen und Ergänzungen aufgrund eines neuen Kenntnisstandes vorzunehmen, bei unzutreffenden Angaben im Rahmen der Rechnungslegung an EWE NETZ GmbH eine verzinsliche Rückforderung gezahlter Entschädigungen im entsprechenden Umfang zu stellen, insbesondere bei Anlagen, die in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden, die Höhe der Entschädigungszahlung durch einen unabhängigen fachkundigen Dritten (z. B. Wirtschaftsprüfer) prüfen zu lassen.


Angebot für die Umsetzung des Einspeisemanagement 

Zur Umsetzung des Einspeisemanagements verlangt § 9 EEG technische Einrichtungen zur Fernsteuerung der Einspeiseleistung und zum Abruf der Ist-Einspeisung. Erst wenn dies erfüllt ist, genießen Sie als Erzeuger gemäß EEG den vollen Vergütungsanspruch für die von Ihnen eingespeiste Energiemenge. EWE NETZ unterstützt Sie mit zwei überzeugenden Technologien bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen, so dass Ihre Vergütung auch zukünftig gesichert ist. Details finden Sie unter Weiterführende Informationen.