Kohlenmonoxid

Gerätewartungen schützen vor Kohlenmonoxid

Im Rahmen der aktuell laufenden Erdgasumstellung auf H-Gas muss EWE NETZ alle Erdgas-Gerät in der Ems-Weser-Elbe-Region überprüfen. Regelmäßig stellte EWE NETZ an den Gasheizungen zum Teil dramatisch hohe Kohlenmonoxidwerte fest. EWE NETZ war gezwungen, viele Geräte zu bemängeln oder vorübergehend sogar außer Betrieb zu nehmen. Eine unterlassene Wartung war in den meisten Fällen Ursache für die zu hohen Kohlenmonoxidwerte.
Tatsache ist: Öl-, Holz- und auch Erdgas-Heizung sind grundsätzlich sichere Systeme. Wie alle technischen Lösungen, so müssen aber auch sie regelmäßig gewartet werden, da es sonst unbemerkt zu Störungen kommen kann. Eine Folge könnte dann eine zu hohe Kohlenmonoxidkonzentration im Abgasstrom sein.

Warum ist Kohlenmonoxid (CO) so gefährlich?

Das Gas ist farblos, geruchlos, geschmacklos und nicht reizend. Kohlenmonoxid entsteht entsteht, wenn eine Verbrennung nicht vollstänig erfolgen kann, z. B. durch zu wenig Verbrennungsluft – auch in einem Wohnzimmerkamin. Ohne CO-Warner haben Anwohner keine Möglichkeit, dieses Gas in ihrer Atemluft festzustellen. Eine zu hohe Kohlenmonoxidkonzentration kann schnell zu schwersten Vergiftungen führen. Das Zeitfenster zwischen den ersten spürbaren Symptomen und dem Verlust des Bewusstseins oder gar dem Eintreten des Todes ist dabei sehr kurz.

Was passiert bei einer Kohlenmonoxidvergiftung im Körper?

Bis zu 300-mal stärker als Sauerstoff bindet sich Kohlenmonoxid an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Dadurch kommt es schnell zu einem massiven Sauerstoffmangel im Körper. Im Verlauf der Vergiftung färben sich Lippen und Wangen deutlich rot. Je nach Konzentration zählen zu den weiteren Symptomen u. a. Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot, Krampfanfälle. 

Wann bemängelt und sperrt EWE NETZ Erdgas-Geräte?

Bereits ab einem Kohlenmonoxidwert ab 300 ppm (parts per million) im Abgasstrom muss EWE NETZ zwingend reagieren und das Gerät bemängeln. Bundesweite Richtlinien verlangen dieses. Ab 1.000 ppm ist EWE NETZ sogar gezwungen, das Erdgas-Gerät sofort vorübergehend außer Betrieb zu setzen, bis der Mangel behoben wurde – zum Schutz der Anwohner. Sollte das Kohlenmonoxid in den Raum geraten, wäre die Gefahr für die Anwohner zu groß. Ein Fachbetrieb (z. B. ein regionaler Heizungsinstallateur des persönlichen Vertrauens) kann das Gerät reparieren bzw. warten und bei Bedarf auch wieder freigeben.

Wie häufig sollte ich ein Erdgas-Gerät warten lassen?

Viele Experten empfehlen einmal pro Jahr eine Kontrolle bzw. Wartung einer Öl-, Holz- und auch Erdgas-Heizung. Die Wartung muss auch aus Sicherheitsaspekten von einer Fachfirma durchgeführt werden.
MRU
Ein Erdgas-Gerät musste aufgrund zu hoher Kohlenmonoxidkonzentration vorübergehend  gesperrt werden.