Bei einem sogenannten Phasenausfall hat Ihr Stromzähler einen Teil der Strommengen nicht korrekt erfasst – entweder bei der Entnahme (Verbrauch) oder bei der Einspeisung. Damit Ihre Abrechnung korrekt und fair ist, müssen diese fehlenden Mengen nachträglich ergänzt werden (Nachverrechnung).
Die Zählerstände werden dann rechnerisch ermittelt, nach den einschlägigen gesetzlichen und technischen Regelwerken. Dazu gehören unter anderem das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Messstellenbetriebsgesetz sowie die Richtlinie VDE-AR-N 4400 des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V..
Basis der rechnerischen Ermittlung sind frühere Verbrauchswerte oder Prognosen nach vorgeschriebenen Standardlastprofilen. Ein Standardlastprofil ist vereinfacht ausgedrückt eine Art Muster oder Plan, der zeigt, wie viel Strom unterschiedliche Kundengruppen normalerweise zu verschiedenen Zeiten des Tages und Jahres verwenden.
Wenn Sie eine angemeldete Einspeiseanlage, also eine Photovoltaikanlage oder ein Balkonkraftwerk haben, fragen wir Einspeise- und Verbrauchsdaten zunächst bei Ihnen ab – wir melden uns dann unaufgefordert bei Ihnen. In den allermeisten Fällen verfügen Sie über Apps und Software, die den erzeugten Strom dokumentieren. Zusätzlich berücksichtigen wir technische Daten Ihrer Anlage wie die Leistung und das Inbetriebnahmedatum.